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Thaiwahn relaunched - Heikle Esser
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Heikle Esser

Heikle Esser

 

Warum gibt es Menschen, die bestimmte Dinge gerne essen und andere genau diese zutiefst verabscheuen?

Grundlage dafür sind die Sinne, genauer unser Geschmacksempfinden. Die Geschmacksknospen auf der Zunge können 5 verschiedene Grundrichtungen unterscheiden: sauer, süß, salzig, bitter und umami. Umami komm aus dem japanischen und kennzeichnet einen fleischigen, käsig, fettigen Geschmack.

Aber das ist noch längst nicht alles. Auch andere Sinn tragen zum Geschmacksempfinden bei: Sicht und Geruch. Erst das Zusammenwirken aller Signale wird im Gehirn zum Geschmack.

Dennoch sind wir damit noch keinen Schritt weiter, warum wir unterschiedlich schmecken.

 

Wunderbarerweise Weise kommt uns die Genetik zu Hilfe.

!931 entdeckte der Chemiker Alfred Fox das Menschen PTC unterschiedlich wahrnehmen als er in dem Du Pont-Labor versehentlich PTC freisetzte und Kollegen an weiter entfernten Arbeitsplätzen über den plötzlich aufgetauchten bitteren Geschmack klagten, während er selbst trotz höherer Dosis nichts wahrnahm.

Der Genetiker Dr. Dennis Drayna von der Harvard Universität entdeckte, warum manche Menschen empfänglicher für Phenylthiocarbamid (PTC) sind. PTC ist ein Bitterstoff der in vielen Pflanzen, vor allem Grünpflanzen, in geringen Konzentrationen vorkommt.

70% der Bevölkerung empfinden den Geschmack von PTC 1000mal stärker als die restlichen 30%. Und der Grund dazu liegt in den Genen.

Menschen die PTC nicht wahrnehmen unterscheiden sich in der DNA ihrer Geschmacksrezeptoren. Diese Menschen besitzen an mehreren Stellen dort die Gensequenz GTA. Die Mehrheit jedoch besitzt an diesen Stellen die Sequenz CCG. Genau das macht die Rezeptoren in den Geschmacksknospen so empfänglich für den Bittergeschmack.

 

Auch ich bin dafür empfänglich und habe speziell in meiner Kindheit Spinat, Erbsen, Blumenkohl und Broccoli gehaßt, auch anderes Gemüse stand nicht gerade hoch auf meiner persönlichen Beliebtheitsskala. Mit zunehmendem Alter jedoch hat sich etwas geändert, heute mag ich Spinat und Erbsen, Blumenkohl und Broccoli jedoch bleiben nach wie vor Tabu.

 

Warum aber mögen Menschen den Bitter-Geschmack meist nicht und bevorzugen doch lieber Süßes? Das läßt sich Evolutionsbiologisch erkären. Die Süße signalisiert ein Nahrungsmittel mit hohem Energiegehalt, während bitter vor möglichen toxischen Stoffen in der Nahrung warnt.

Der Zucker in der Nahrung ist vom hohem Energiegehalt und je Süßer etwas schmeckt, desto mehr Energie kann mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Was macht nun mit Kindern, die genau solch heikle Esser sind, wie ich war, oder meine Tochter ist?

Das erste was man sich verinnerlichen muß, ist, das die Kinder nicht willentlich gegen die Eltern aufmüpfen wollen.

Das zweite, auch mit elterlicher Gewalt läßt sich das genetisch vorprogrammierte Geschmacksempfinden nicht ändern.

Zum Wohl des Kindes muß man einfach darauf achten, was das Kind wirklich freiwillig ißt und entsprechend den Kochplan anpassen. Auch die Leidenschaft für Süßes soll nicht unterdrückt werden, aber der Konsum doch so weit kontrolliert werden um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

 

Da, wie schon gesagt, mehr Sinne beim Geschmack beteiligt sind, können Eltern beruhigt sein. Das Geruchsempfinden ändert sich im Verlauf der Jahre. Damit verliert sich auch manche Abscheu gegen Gemüse.

 


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