Warning: Creating default object from empty value in /mounted-storage/home85/sub005/sc44740-BSJD/thaiwahn.com/modules/CustomContent/CustomContent.module.php on line 238

Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /mounted-storage/home85/sub005/sc44740-BSJD/thaiwahn.com/modules/CustomContent/CustomContent.module.php:238) in /mounted-storage/home85/sub005/sc44740-BSJD/thaiwahn.com/index.php on line 271
Thaiwahn relaunched - Vulkanischer Winter
Deutsch (German) English

Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Ausbruch des Tambora und seiner Folgen ist ein Artikel von Wolfgang Rammacher (Link ist der farbig markierte Teil).

 

Die Schwierigkeit besteht, wenn keine Aufzeichnungen über einen Vulkanausbruch existieren, diesen mit klimatischen Daten zu korrelieren. Auch ist die Lage, neben der ausgestoßen Schwefelmenge, entscheidend, ob der Ausbruch starke Auswirkungen auf das Klima hat.

 


Warning: Creating default object from empty value in /mounted-storage/home85/sub005/sc44740-BSJD/thaiwahn.com/modules/CGExtensions/CGExtensions.module.php on line 358

Einen Kommentar hinzufügen

Einen Kommentar hinzufügen

Visual Captcha
Code im diesem Bild:
Titel:
Ihr Name(*):
Email-Adresse:
Email an mich bei Antwort:
Webseite:
Kommentar(*):
 
}

 


Vulkanischer Winter

Der Winter des Jahres 1753 wird als härtester Winter bezeichnet. Wahrscheinlich zurück zu führen auf den Ausbruch des Laki in Island (Juni 1753 bis Februar 1754), zudem kam noch die große Eruption des Vulkans Asama in Japan am 3. August 1753 hinzu. Beide Ausbrüche schleuderten große Asche- und Schwefelmengen in die Atmosphäre.  Die dadurch hervor gerufene Trübung senkte die den Erdboden erreichende Energie. Teilweise wurde die Sonnenstrahlung von den Teilchen absorbiert, aber auch zum Teil gestreut oder reflektiert. Die Durchschnittstemeperatur lag in Mitteleuropa um 1K tiefer als üblich.

 

Ein weiters klimatisches Ereignis ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Vulkanaktivität zurück zu führen, das Jahr ohne Sommer 1816.

Im April 1816 brach der Vulkan Tambora in Indonesien aus und wird ursächlich mit dem Jahr ohne Sommer in Verbindung gebracht. Es wird geschätzt das dieser Ausbruch 150km³ Staub in die Atmosphäre schleuderte und die Schleier hielten sich 1819. Durch den Ausbruch verringerte sich Höhe des Vulkans von ca. 4.000 m auf ca. 2.800 m.

Durch die verringerte Sonneneinstrahlung wurden schon im Juni 1816 in den USA Nachtfröste registriert. In Mitteleuropa war hauptsächlich das Gebiet unmittelbar nördlich der Alpen betroffen.

Vulkanausbrüche können, aber müßen nicht, einen Einfluß auf das lokale Klima nehmen. Wie und ob hängt von der ausgeschleuderten Masse, der erreichten Höhe, der Dauer und der Lage des Vulkans ab. Grundsätzlich scheinen Vulkane in äquatornähe eher größeren Einfluß zu nehmen, als solche die weiter entfernt sind. Bei äquatornahen Ausbrüchen kann die Schwefel- und Staubmenge schneller in größere Höhen vordringen und durch die Jetstreams weiter verbreitet werden, darum der größere globale Einfluß.  Vulkane in nördlichen oder südlichen Breiten hingegen haben eher einen lokalen Einfluß.

 

Wird der Ausbruch des Eyjafjallajökull einen Einfluß haben?

Außer den bisherigen Störungen des Flugverkehrs kann diese Frage noch nicht beantwortet werden. Da jedoch die ausgestoßene Schwefelmenge vergleichbar gering ist, ist eher anzunehmen, daß die klimatischen Auswirkungen klein und lokal begrenzt bleiben. Dauert der Ausbruch aber länger und kann, wie in der Vergangenheit schon zweimal geschehen, dieser Ausbruch zu einem Ausbruch des Laki führen, mag sich die Situation ändern.

Ob und wie der Eyjafjallajökull für einen Laki-Ausbruch verantwortlich sein kann, ist auch nicht grundsätzlich geklärt. Für einen Zusammenhang spricht die relative Nähe beider Vulkane (ca. 30km) und die Tatsache, daß der Laki schon zweimal unmittelbar nach dem Eyjafjallajökull ausbrach. Es kann aber auch durchaus der Fall sein, daß ein Eyjafjallajökull-Ausbruch einen Laki-Ausbruch verhindert. Werden beide Vulkane von der selben Magmakammer gespeist, so kann der Ausbruch den Druck mindern und einen Ausbruch in einem anderen Krater verhindern. Steigt der Druck in der Magmakammer aber weiterhin, so wird eine weitere Eruption eher wahrscheinlich. Ich bin nun kein Geologe, jedoch können nach meinem Verständnis die einen Vulkanausbruch begleitenden Erdstöße den Verschluß in einem nahen Krater schwächen und dort zu einer Eruption führen, die unter anderen Umständen noch nicht stattgefunden hätte.

Was wir aber zur Zeit sehen, ist eine ähnliche Situation 1816. Auch das Jahr 1815 war schon kühler und die Folgejahre auch. Heute glauben Klimatologen, daß sich in Europa in den nächsten Jahren durchaus kühlere Winter ereignen können. Ohne, daß durch diese Fakten, die Globale Erwärmung allgemein verneint werden muß. Die klimatischen Daten zeigen, daß große lokale Unterschiede bestehen und diese Unterschiede auch zeitweilig völlig gegen einen Trend laufen können.

Bleibt der Eyjafjallajökull-Ausbruch nun längerfristig bestehen und kommt unter Umständen auch der Ausbruch des Laki oder anderer Vulkane hinzu werden die lokalen Auswirkung verstärkt und es kann auch wieder zu naßkalten Sommern kommen.

 

Generell bleibt momentan nur zu sagen, nicht jeder Vulkanausbruch hat Auswirkungen auf das lokale Klima.


US New York DE Berlin TH Bangkok TW Taipei

UTC: Mittwoch, 13. 12. 2017 13:23
UTC - Universal Time Coordinated

Stop Spam Harvesters, Join Project Honey Pot