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Thaiwahn relaunched - Kirchenphobie
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Die Organisation der katholischen Kirche schafft es immer wieder sich selbst negativ in die Schlagzeilen zu bringen.

Dabei ist sie sich nicht zu schade sich der Propaganda zu bedienen, die sie eigentlich ihren "Feinden" anlastet. Wobei gemäß einer hierzulanden glücklicherweise verpönten Ideologie Feinde diejenigen sind, die nicht Gefolgsleute sind.

Nach einer Schätzung von 2005 bekennen sich 34% der deutschen Bevölkerung zur römisch- katholischen Kirche. Und Jahr für Jahr treten mehr Menschen aus, als in diese geboren werden. Der heutige Stand dürfte erheblich niedriger sein.

Es ist klar, daß eine Massenorganisation diesen Schwund nicht einfach hinnehmen will. Statt jedoch aktiv an den Gründen zu Arbeiten, die die Menschen dazu bewegt sich von dieser Organisation zu trennen, bemüht sich diese Organisation in Ihrer Angst vor Vermögens-, Ansehens- und Machtverlust alte Feindbilder hervorzurufen.

Diese Karrikatur trifft die Geisteshaltung sehr deutlich. Die katholische Kirche weigert sich vehement sich zu reformieren, ihre Organisation an die Menschen anzupassen. Nein, sie fordert die Anpassung und Unterwerfung der Menschen unter die Organisation. Organisation nicht Glauben, wobei die katholische Kirche Organisation und Glauben gleichsetzt.

Wer sich nicht der Organisation vollständig unterwirft, kann kein Gläubiger sein, kann kein Christ sein, ergo ein Ketzer.

Wie diese Organisation gerne mit (auch nur vermeintlichen) Ketzern umgehen will, hat sie in der Vergangenheit zur Genüge unter Beweis gestellt. Vielen im Klerus ist es wohl sehr bedauerlich, daß diese Möglichkeiten nicht mehr zur Verfügung stehen. Aber wozu gibt es fanatische Mitglieder, die das als Privatpersonen vollziehen, was die Organisation nicht mehr darf. Mit Lippenbekenntnissen zur öffentlichen Meinung verurteilt sie (manchmal) die Taten jener, aber bislang vermied die Organisation es erfolgreich sich absolut von diesem gewalttätigen Fundamentalismus zu distanzieren. Den selben Fundamentalismus bei anderen Organisation zu verurteilen und verdammen sieht sie sich aber durchaus in der Lage.


Kirchenphobie

 

Kirchenphobie, ich bitte sie. Wie kann eine überkommene Organisation, wie die Kirche, plötzlich eine Phobie hervorrufen. Insbesondere wenn diese Organisation schrumpft und bei weitem nicht mehr den Einfluß genießt, denn sie vor hunderten von Jahren innehatte.

Kirchenphobie, mit diesem Begriff, Herr Meisner, würde ich doch eher die Phobie der Kirche vor der Realität belegen.

Die katholische Kirche zählt hierzulande nur noch höchsten ein Drittel der Bevölkerung zu den Ihren. Und ein Großteil davon auch nur aus Gewohnheit, nicht aus Überzeugung.

Daraus folgt, daß mehr als 2/3 der deutschen Bevölkerung in der katholischen Kirche kein Leitbild mehr sehen. Der übergroßen Mehrheit davon ist es völlig egal, ob es nun eine katholische Kirche gibt oder nicht. Die werden auf die Existenz dieser Organication erst aufmerksam, wenn diese sich selbst durch lebensfremde, ja sogar lebensfeindliche Äußerungen wieder selbst in das Bewußtsein dieser Menschen ruft.

Als moralische Instanz hat die Organisation der Kirche ihren Stellenwert ja schon kurz nach ihrer Gründung verloren. Diese Organisation hatte schon immer eine sehr feindselige Haltung zu den Menschen, die mit ihrer Ideologie nichts am Hut hatten. Die Toleranz die diese Organisation für sich vehement einfordert, ist diese nicht bereit anderen zu gewähren.

Durch die Geschichte der katholischen Kirche zieht sich wie ein roter Faden Mißbrauch, Betrug und Gewalt.

Napoleons Säkularisierung war eine Befreiung der Menschen. Diese Befreiung machte die Kirche zum großen Teil mit Staatsverträgen rückgängig. Sie holte sich damit einen Teil ihres Besitzes zurück, der ja durchweg unlauter erworben war (gefälschte Urkunden, Leibeigenschaft usw.). Mehr noch, der Klerus zeigt seinen Mangel an Moral darin, daß er seine obersten Hüter durch den Staat entsolden läßt und nicht mit eigenen Mitteln.

Herr Meisner, Sie finden es sicherlich moralisch gerechtfertig, sich durch Steuermittel bezahlen zu lassen, von 2/3 der Menschen, die nichts mit Ihrer Organisation am Hut haben.

Genauso moralisch wertvoll ist es, sich Institutionen durch Steuermittel finanzieren zu lassen und einen Staat im Staat zu bilden, auf den das normale geltende Recht nicht zutrifft. Die Organisation Kirche hat z. B. ein eigenes Arbeitsrecht, mit dem die das Diskriminierungsverbot unterläuft, ganz legal. Dieses Arbeitsrecht schränkt die Rechte der Mitarbeiter drastisch ein. Was anderen Arbeitgebern strikt vergoten ist, das Eindringen in die Privatsphäre, ist nach diesem Recht für den Arbeitgeber Kirche zwingend erforderlich. Menschen, die wegen ihrer Religionszugehörigkeit nicht bei der Kirche Arbeit finden dürfen, dürfen aber als Billigstkräfte durch die Steuermittel subventioniert doch für die Kirche arbeiten.

Herr Meisner, ich verstehe irgendwie, daß Sie eine Kontrolle in Ihrer Organisation wahrnehmen wollen und Selbstbestimmung durchführen wollen. Moralisch und ethisch verwerflich ist aber die Tatsache, daß Sie sich diese Organisation auch von Menschen bezahlen lassen, die Ihrer Organisation angehören und dabei auch noch deren Selbstbestimmung aufs Gröbste verletzen.

Dann lassen Sie doch einfach mal die „Kirche im Dorf“, verzichten Sie auf Privilegien, die Ihnen moralisch nicht zustehen. Kümmern Sie sich um die Aufgaben, die Sie sich auf die Fahnen geschrieben haben. Ziehen Sie sich aus der Politik zurück, wie sagt man so schön: “ Einfach mal die Klappe halten“ und lassen die Menschen in Ruhe, die nichts mit Ihnen zu tun haben wollen. Halten Sie Ihre Organisation sauber und unterwerfen sich den allgemeinen gesetzlichen Bedingungen. Sie werden erstaunt sein, wie wenig Gegenwind Ihnen und Ihrer Organisation entgegenschlägt. Wie wenig sich die Menschen darum kümmern was sie und ihre Organisation tun, solange dieses Tun redlich, moralisch und ethisch einwandfrei ist. Vielleicht würden Sie auch Trendwende schaffen und wieder mehr Mitglieder erhalten.

Bringen Sie doch bitte mal Ordnung in den Augiasstall katholische Kirche, bevor Sie sich über die Ablehnung der Mehrheit in der Bevölkerung echauffieren. Holen Sie sich und Ihre Kollegen runter von dem hohen Roß, sie sind keine Fürsten mehr (obwohl die Mehrzahl wohl noch immer in diesem Glauben ist, wie aus dem Verhalten schließen läßt).

Auch sind die Äußerungen von Herrn Gerhard Ludwig Müller, Leiter Glaubenskongregation des Vatikans (früher bekannt als Inquisition), nicht sehr hilfreich. Zeigen sie doch den Versuch Täter zu Opfer zu stilisieren.

Das Mißtrauen und die daraus folgende Ablehnung, das der Organisation entgegenschlägt, ist möglicherweise auf geziehlte Maßßßnahmen zurück zu führen. Jedoch sind es geziehlte Maßnahmen der Organisation selbst, die zu einem Nachdenken führen, woraus dann Ablehnung wird.

Herr Meisner, die von Ihnen aufgeführten Fälle sind nur die Spitze. Die Organisation Kirche hat nicht nur Straftäter nicht den Strafverfolgungsbehörden gemeldet, nein die Organisation hat aktiv an der Vertuschung und des Schutzes dieser Täter gearbeitet. Das Motiv dazu ist ganz klar: „Was nicht sein darf, kann nicht sein“. Aus Angst, daß das Image der Organisation leidet, nahmen sie willentlich hin, daß weitere Menschen zu Opfern wurden. Sie wurden ganz und gar heidnisch zum Wohle Ihres Gottes geopfert. Täter ist die Organisation Kirche.

Anderen Opfern wird die Fürsorge und Nächstenliebe verweigert. Und das in Institutionen, die zwar unter der Trägerschaft der Organisation Kirche stehen, aber von der Allgemeinheit über Steuer finanziert werden.

Die Aufkündigung der Zusammenarbeit mit Professor Pfeiffer wird tatsächlich so angesehen, als würde die Organisation Kirche sich weigern die Mißstände aufzuklären, aufzuarbeiten und den Opfern Wiedergutmachung zu leisten. Ist auch aus der Geschichte der Organisation zu verstehen, die Organisation nimmt und gibt nicht.

Ihre Beteuerungen, daß dem nicht so sei und die Aufklärung mit einer anderen unabhängigen Institution später erfolge, ist nicht glaubwürdig. Selbst wenn später doch unerwartet eine solche Arbeit begänne, so ist dann doch genügend Zeit vergangen, um Ihre Archive zu bereinigen.

Herr Meisner, es gibt keine unbegründeten und ungerechtfertigten Angriffe auf Ihre Organisation. Berichterstattung, die Aufforderung von Aufklärung, sowie die Forderung sich den realen Gegebenheiten zu stellen mit Angriffen zu verwechseln, zeugt von einer äußerst problematischen Geisteshaltung. Es ist der Versuch die letzten Getreuen in der Wagenburg zu sammeln, ein „wir gegen die“-Gefühl zu erzeugen. Und das alles um Vermögen und Privilegien zu erweitern oder doch zumindest zu erhalten. Sie mögen ja durchaus Clausewitz („Vom Kriege“) oder 孫武 (Sūn Wŭ, Sun Tzu „Über die Kriegskunst“) gelesen haben. Ist Ihnen aber auch klar, daß Sie sich nicht im Krieg befinden? Beziehungsweise einen Krieg lancieren, der von Ihnen ausgeht und gegen die Mehrheit der Bevölkerung gerichtet ist?

Und bislang habe ich kein einziges Wort über den Glauben und die Inhalte verloren. Auch die Inhalte bedürfen einer Überarbeitung, einer Anpassung an das reale Leben. 2000 Jahre sind vergangen, in dieser Zeit hat sich das Leben der Menschen und insbesondere das Zusammenleben geändert. Ihre Organisation verfügt nicht mehr über ein Bildungsmonopol, ihre Organisation ist nicht mehr in der Lage wissenschaftlichen Fortschritt zu kontrollieren. Genau genommen was sie es nie, aber durchaus in der Lage mit Gewalt diesen zu verzögern.

In all diesen Jahren ist niemand an der Spitze ihrer Organisation auf die Idee gekommen, die Nähe der Menschen zu suchen und die Gebote einem realem Leben näher zu bringen. Sie unterscheiden sich damit nicht von anderen organisierten Religionen. Auch bei diesen gibt es Gebote (hauptsächlich Reinheitsgebote), die vor 2000 Jahren Sinn machten, in der heutigen Zeit aber jeglichen Sinn verloren haben.

Sie sehen, es gäbe genügend zu tun, um Ihre Organisation den Menschen wohlmeinend aufzufallen. Durch intolerantes Bashing jedoch, vergrößern Sie nur den Unmut und werden noch mehr Menschen aus Ihrer Kerngemeinschaft verlieren. Was wollen Sie dann machen? Wie im 17. Jhdt. Das Land mit Feuer und Schwert überziehen?

 



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