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Thaiwahn relaunched - Skandal
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Purer Aktionismus in der Politik führt wieder vorbei an den Ursachen des Dioxin-Skandals. Und schnell hat man den Verbraucher als Schuldigen ausgemacht.

Dabei ist zu Bedenken, daß die erhöhten Werte keine unmittelbare Gesundheits- oder gar Lebensgefahr darstellten. Natürlich sollten Lebensmittel frei von Umweltgiften sein. Dies jedoch ist unmöglich, darum wurden Grenzwerte festgelegt. Diese können auch durch natürliche Gründe sich erhöhen, nicht immer ist Absicht durch Profitgier verantwortlich.

Schützen vor zu hohen Konzentrationen kann man nur durch ständige Probennahme und Analyse. Futtermittelproduzenten machen dies zum Teil auf eigene Kosten. Weist eine Charge erhöhte Werte auf, wird sie in der Regel mit anderen weniger belasteten Chargen vermischt, bis die Konzentrationen unterhalb der Grenzwerte liegen.

Die Presse tut ihren Teil, um aus einem Vorgang einen Skandal zu machen. Nicht die Information steht im Vordergrund, sondern die Verunsicherung. Es ist kein Skandal, daß einzelne Betriebe die profitmarge durch Zumischung billiger aber dubioser vielleicht sogar illegaler Komponenten erhöhen wollen. Das ist kriminell und muß verfolgt werden.

Betriebe zu schließen, weil erhöhte Konzentrationen gefunden wurden ist ein Unding. Die produkte hätten unter Aufsicht weiter verwendet werden können, z.B. in der industriellen Nahrungsmittelproduktion und durch Mischung unterhalb der Grenzwerte weiter verarbeitet werden können.

Dumm-dreiste Politiker und führende Beamte müßen jedoch zeigen, daß sie zu Aktionen (egal wie unüberlegt) fähig sind. Die Konsequenzen müßen sie ja auch nicht tragen. Falls es zu Entschädigungen kommen sollte, wird dies wiederum der Steuerzahler schultern müßen.


Skandal

Gifte in der Nahrung

Bauernverbände und Politik haben schnell den Schuldigen ausgemacht, den Verbraucher!

Die Verbraucher wollen immer günstigere Nahrungsmittel und zwingen so die armen Bauern und Futtermittelverarbeiter zu illegalen Methoden, um überhaupt noch einen Profit zu generieren.

Am lautesten melden sich zur Zeit die Biobauern zu Wort und verdammen die Verbraucher in Grund und Boden. Dabei ist ein Biobauer kein Bauer, der giftfreie Nahrung produziert, sondern einer der unter ökologischen Gesichtspunkten und artgerecht produziert. Diese Art der Produktion liefert bei sogar mehr Arbeit weniger Erträge, nach den Regeln der Marktwirtschaft müßen solche Produkte einen höheren Preis erzielen und sind somit nicht konkurrenzfähig zur konventionellen, industriellen Landwirtschaft.

Aber die Bioprodukte weisen durchaus auch mal höhere Anteile an Umweltgiften auf. Dies ist auf die artgerechte Tierhaltung zurückzuführen, bei der die Tiere diese direkt aus der Umgebung bei der Futtersuche aufnehmen. Zum anderen sind Biobauern selbst auf den Zukauf von Tierfutter angewiesen, um eine ausgewogene Ernährung des Bestandes sicher zu stellen. Sie werden diesen Zukauf sicherlich nach ökonomischen Gesichtspunkten vornehmen. Und sich dem Risiko verunreinigter Futtermittel aussetzen (dieses Risiko besteht auch, wenn keine ökonomischen Regeln beim Einkauf beachtet werden).

Der böse Verbraucher achtet auf sein Geld und kauft möglichst billig ein. Marktwirtschaft soll gelten, aber der Verbraucher selbst darf sie für sich nicht in Anspruch nehmen?

Das Durchschnittseinkommen der Arbeitnehmer liegt bei ca. 1.500€, 50 % bringen weniger als diesen Betrag nach Hause. Davon muß nicht nur Nahrung erworben werden. Ein Dach über dem Kopf, Kleidung und andere wichtige Dinge müßen finanziert werden.

Verbraucher mit derart niedrigem Einkommen, vielfach noch durch Hartz IV aufgestockt, müßen auf jeden Cent achten. Natürlich werden sie zum günstigten Preis einkaufen. Vielfach stellt sich ihnen Frage günstig Kaufen oder gar nicht.

Werden die Preise nun erhöht, wird der böse verbraucher darauf reagieren und sein Kaufverhalten ändern, um weiterhin ausreichende Nahrung verfügbar zu haben und auch seine anderen Grundbedürfnisse bedienen zu können. Er wird also weiterhin seine Nahrung so günstig wie möglich einkaufen und teure Produkte von seiner Einkaufsliste streichen. Die Produzenten werden nun weniger absetzen und demzufolge auch weniger einnehmen. Die höheren Preise werden die Betriebe nicht wirtschaftlicher machen, im Gegenteil den Druck weiterhin erhöhen.

Nehmen wir nun mal an, daß trotz höherer Preise die Verbaucher ihr Verkaufsverhalten nicht ändern.

Die Produzenten könnten vielleicht sogar Mehreinnahmen erzielen, was ich jedoch bezweifele, da der Zwischenhandel den Profit erhöhen möchte, genau wie die Zulieferer der Produzenten. Bei dem Profitstreben in der gesamten Kette bleibt nicht aus, daß einzelne Glieder zur Profitmaximierung auf Tätigkeiten verzichten, die Geld kosten (Kontrolle z.B.) oder Dinge durch andere ersetzen, die billiger sind, somit das Risiko einer Verunreinigung in Kauf nehmen.

Tatsächlich ist es so, daß die Nahrungsmittel trotz Preissenkung immer sicherer geworden sind. Lebensmittelvergiftungen, die noch vor 50 Jahren häufiger auftraten, kommen kaum noch vor. Verunreinigung war zu jener Zeit auch viel häufiger zu sehen und das zu Zeiten, als die Verbraucher noch bis zu 50% des Einkommens für Nahrung ausgeben mußten.

Das die Interessenvertretungen der Landwirtschaft höhere Preise fordern, ist deren Aufgabe. Das heißt aber noch lange nicht, daß sich die Politiker der christlich-westlichen Leitkultur dem anschliessen müßen. Deren Aufgabe ist es allen Bürgern ein lebenswertes Leben zu ermöglich und nicht die Taschen bestimmter Kreise zu füllen.


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